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Der Junior MBA

Der Junior MBA entspricht der klassischen us-amerikanischen MBA-Ausbildung, wie sie auch heute noch an den meisten Business Schools in den USA und in Europa angeboten wird. Am deutschen Bildungssystem gemessen, ist der Junior MBA dem Abschluss einer akademischen Primärausbildung gleichzusetzen. Vergleichba­ren deutschen Studiengängen sind die Junior­ MBA-Programme zwar in Praxisnähe, Intensität, Teamorientierung und generalistischer Sicht überlegen, trotzdem handelt es sich aber um eine eher theoretisch-analytisch angelegte aka­demische Ausbildung. Die Teilnehmer sind jung, verfügen oft über keine oder nur sehr geringe Berufserfahrung und beziehen ihr Praxiswissen überwiegend aus den Fallstudien, mit denen sie im Studium konfrontiert werden. In zehn Mona­ten bis zwei Jahren werden sie mit dem metho­dischen Instrumentarium und dem Selbstver­ständnis eines General Managers ausgestattet. Letzteres ist Grund dafür, warum sich gerade bei deutschen Unternehmen die Stimmen mehren, die in den Jungmanagern eine schwer integrier­bare, von der Praxis abgehobene Elite sehen, deren Ansprüche an Position und Gehalt der kaum vorhandenen Berufs-, Branchen- und Füh­rungserfahrung diametral gegenüberstehen. Obwohl der Junior MBA in den USA und Europa schon längere Zeit der Kritik ausgesetzt ist, stellt er noch immer die am weitesten verbreitete Form der MBA-Ausbildung dar. Eine Befragung der Economist Intelligence Unit aus dem Jahr 1991 beziffert den Anteil der europäischen Absolventen eines Junior MBAs auf 68 Prozent. In den USA dürfte dieser Anteil noch wesentlich höher liegen.

Es wundert also nicht, wenn die aktuelle MBA ­Diskussion sich in der Regel auf Junior-MBA Programme bezieht. Dabei müssen drei Arten von Junior-MBA-Programmen unterschieden werden.

mh

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