Elisabeth-Außengroden
Die verheerende Marcellusflut im Jahr 1362 verursachte tiefe Einschnitte in der ostfriesischen Küste: So entstand u.a. auch die Harlebucht. Mit dem eingedeichten Marschland zwischen Harlesiel und Schillig, dem Elisabethgroden, wurde auch das letzte Stück dieser Meeresbucht dem Festland wieder einverleibt.
Vor dem Deich liegt ein Streifen Grünland, der Elisabeth-Aussengroden, der im Norden gegen das Watt abgegrenzt wird. In dieser ehemaligen Verlandungszone hat das salzige Meerwasser so viel nährstoffreichen Schlick abgelagert, dass im Laufe der Zeit ein erhöhter Bereich entstand, der nicht mehr täglich überflutet wird. Hier breiten sich prächtige Salzwiesen aus, die verschiedenen salzliebenden Pflanzen und unzähligen Insektenarten einen einzigartigen Lebensraum bieten. Auch für Seevögel haben die Salzwiesen als Nahrungs-, Rast- und Brutgebiet eine herausragende Bedeutung. Brandgans, Austernfischer, Kiebitz und Rotschenkel brüten hier; Großer Brachvogel, Säbelschnäbler, Alpenstrandläufer und Kiebitzregenpfeifer gehören zu den regelmäßigen Gästen.
Der 3,2 km lange Lehrpfad bei Harlesiel in der Nähe von Borkum, der mit blau-weißen Schildern und Pfählen mit grünem Kopf gekennzeichnet ist, führt durch die Ruhezone des Nationalparks bis ans Watt heran; er beginnt direkt am Deich in der Nähe des östlichen Parkplatzes. Die beste und sicherste Beobachtungszeit für Vögel sind, wenn man es einrichten kann, die zwei Stunden nach Hochwasser; Auskunft über Führungen gibt die Kurverwaltung in Carolinensiel.
ah
Posted: Mai 2nd, 2008 under Urlaub.
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